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07.03.2017 00:00 Alter: 169 Tage

Novellierung BA-Gesetz II

Studienakademie: Nachteile durch fehlenden Hochschulstatus

Sachsens Landtag soll bald eine Gesetzesnovelle beschließen. Eine Hoffnung bleibt wohl unerfüllt: Die Berufsakademien, auch die in Breitenbrunn, werden keine dualen Hochschulen. Was sagen Professoren und lokale Politiker dazu?

Von Frank Nestler
erschienen am 10.02.2017

Breitenbrunn. Von Baden-Württemberg hat Sachsen Anfang der 1990er-Jahre das Modell der Studienakademien übernommen. "Doch während Baden-Württemberg und und Thüringen ihre Akademien inzwischen in duale Hochschulen umgewandelt haben, will es Sachsen bei der Novelle des Hochschulgesetzes dabei belassen, dass die Akademien einen Bachelor-, aber keinen Hochschulabschluss vergeben", so Breitenbrunns Bürgermeister Ralf Fischer (CDU). Der inhaltlich hochwertige, internationalen Ansprüchen entsprechende Abschluss werde nicht angemessen eingestuft. "Es gibt in Sachsen derzeit keine politische Mehrheit fürs Umwandeln der Akademien in Hochschulen", sagt Landtagsmitglied Alexander Krauß (CDU). "Langfristig bin ich dafür." Aber Hochschule bedeute auch Forschung. Das koste Geld, binde personelle Ressourcen und erfordere Neueinstellungen. Immerhin 3,1 Millionen Euro pro Jahr steuere der Freistaat derzeit für die Breitenbrunner Einrichtung bei. Um weiter eine qualitativ hochwertige Lehre zu gewähren, müsse die Eingruppierung verbessert werden, so Krauß. Im nächsten Doppeletat des Freistaats sollte eine Gehaltssteigerung für Professoren verankert werden: Statt Gruppe E 14 eine höher. Für den Erzgebirgskreis sei, wie für die Gemeinde Breitenbrunn, nicht nachvollziehbar, warum der Region der Standortvorteil des Zentralsitzes der sächsischen Studienakademien genommen wurde, sagt Roland May, der im Landratsamt das Referat Schulen und Sport leitet. Zumal andererseits die mit einigem Verwaltungs- und Finanzaufwand verbundene Zuständigkeit für die BAföG-Bearbeitung laut Gesetzentwurf weiterhin beim Landratsamt des Erzgebirgskreises bleiben soll. Anton Schlittmaier ist Direktor der Akademie in Breitenbrunn, an der derzeit etwa 650 junge Leute studieren. "Neben der Sozialen Arbeit, die jährlich bis zu 200 Studienanfänger immatrikuliert, wollen wir vor allem die Betriebswirtschaftslehre stärken", betont der Professor. Der stellvertretende Direktor Erhard Jähn untermauert das: "Der fehlende Hochschulstatus schreckt Studienbewerber aus der Wirtschaft ab." Ein weiteres Problem benennt der Professor: "Es gibt genug Studienplätze, gekoppelt mit gut vergüteten Praxisstellen in der Wirtschaft. Doch im Erzgebirgskreis fehlt es an jungen Leuten, die sich für ein solches Studium in der Region entscheiden." Geeignete, gut sichtbare Beschilderungen bereits in Schwarzenberg, an der Staatsstraße und innerhalb von Breitenbrunn könnten jungen Leuten und deren Eltern verdeutlichen, dass im Ort eine Einrichtung existiert, die zum Hochschulbereich gehört, schlägt die Landtagsabgeordnete Simone Lang (SPD) vor. Lauters Bürgermeister Thomas Kunzmann (Freie Wähler) unterstreicht, dass zu einem attraktiven Studienort auch das Umfeld gehört, inklusive eines gut funktionierenden Nahverkehrs. Schwarzenbergs Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer (CDU) plädiert für noch besseres Innenmarketing. "Auf Messen Präsenz zu zeigen ist gut. Aber auch unsere Schulen müssen wissen, welch exzellentes Studienangebot es in der Region gibt."
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